Beginen in Malgarten

Frauengemeinschaft "beginen in malgarten"
naturverbunden - feministisch - spirituell
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Im November 2018 haben wir zu einer Neugründung eingeladen, um Entscheidungen und Verantwortung auf mehr Frauen zu verteilen.

Konkret werden wir in 2019 vier Jahreskreisfeste feiern:

17.02. Imbolc – Lichtmess

05.05. Bealtaine – Walpurgis

11.08. Lughnasadh – Kräuterweih

03.11. Samhain – Dunkelheitsfest

Jedes Ritual wird von anderen Frauen unserer Gruppe vorbereitet. Wir sind offen für interessierte Frauen. Bitte melden bei Claudia Lohrmann, clalohr@web.de oder bei Barbara Brosch 05461 -996 997 (AB)

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Ein ehemaliges Benediktinerinnenkloster wie Malgarten bietet sich geradezu an für beginisches Leben und Wirken ....

Unser Symbol - neben der Spirale, die alle Beginengemeinschaften verbindet - sind die Äpfel. Diese einheimischen Früchte stehen für das Leben im Einklang mit den Jahreszeiten. Sie sind die Früchte des Sommers und begleiten uns durch das Winterhalbjahr. Im Innern ist der Fünfstern, das Pentagramm. Zu sehen, wenn frau den Apfel quer durchschneidet! Dieses Symbol der Weisen Frauen steht für den neuen Zyklus, denn es sind (auch) die fünf Blütenblätter der Apfelblüte. Wir haben dieses Symbol u.a. deshalb gewählt, weil unser Zusammenleben von Gemeinschaft in Verschiedenheit getragen ist. Jeder Apfel ist die Frucht eines wertvollen Frauenlebens und wir legen unsere Früchte in einen gemeinsamen Korb, auf dass sie uns gut nähren.

Wir - Barbara Brosch und Claudia Lohrmann - wohnen seit 2007 bzw. 2009 in zwei Mietwohnungen in einem Nebengebäude der Klosteranlage und betreuen einen Teil des Geländes. Hier sind ein kleiner Gemüsegarten, eine TanzSpirale und eine Feuerstelle entstanden .... seit Mai 2012 haben wir noch ein Stück Acker in Pflege genommen!
Seit Anfang 2013 gönnen wir uns ein Beginenhäuschen als Gemeinschaftsraum mit einer jahreszeitlich gestalteten Mitte, seit November 2014 eine Wohnküche mit einem gemütlichen Kaminofen .....

Wir schätzen einfaches Leben, Stille, Langsamkeit, Singen und Tanzen, draußen (unterwegs) sein sowie das Philosophieren über "Göttin und die Welt". Wir unterstützen einander im Alltag und sind für Frauenanliegen und in Frauennetzwerken tätig.

Im Laufe der Zeit haben sich uns vier Frauen als "Beginenfreundinnen" angeschlossen, von denen eine ein festes Ferienzimmer auf unserer Beginenetage angemietet hat. Unsere Freundinnen nahmen an den zehn "Spirituellen Wochenenden für Beginen" teil und an vielen Frauenreisen und Seminaren. Im September 2017 sind wir gemeinsam drei Wochen in Irland unterwegs gewesen. Im August 2018 haben wir das 17. Bundes-Beginen-Treffen im Kloster Malgarten mit über 60 Frauen organisiert zum Thema "Beginen und Spiritualität", auf dem zwei irische Frauen uns über die Bedeutung der Jahreskreisfeste berichtet haben und mit uns ein beeindruckendes Ritual gefeiert haben.

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Moderne Beginen -
eine Aufbruchsbewegung mit historischen Wurzeln


Seit 2001 wurden in Deutschland 13 neuzeitliche Beginenhöfe gegründet. Dort leben ca. 300 Frauen allen Alters, teils mit ihren Kindern. Neugebaut wurde u.a. in Bremen, Bielefeld, Dortmund, Schwerte und Unna, Bochum, .... Alte Gebäude wurden umgenutzt - so in Essen das ehemalige Finanzamt oder in Tübingen das Frauenhaus. Neun Initiativen, u.a. in Münster und bei Blaubeuren, sammeln derzeit interessierte Frauen, diskutieren und planen miteinander und sind auf der Suche nach geeignetem Wohnraum oder einem Bauplatz.
Einige Gruppen stellen gemeinsame Aktivitäten oder gemeinschaftlich gelebte Spiritualität in den Vordergrund: die Bochumer Beginen, die Krefelder Beginen und wir "beginen in malgarten".
In Anknüpfung an verschiedene Aspekte der historischen Beginenkultur schaffen sich Frauen heute neue eigene Lebensformen, u.a. als Teil der Wohnprojektebewegung, die eine Alternative sucht zu Individualisierung und Vereinsamung, vor allem im Alter. Die Wurzeln liegen aber nicht zuletzt in den Erkenntnissen und Erfahrungen der verschiedenen Strömungen der Neuen Frauenbewegung seit Beginn der 70er Jahre.
Die neuzeitliche Beginenbewegung ist bunt und lebendig, im inneren und äußeren Wachstum begriffen! Jedes Jahr am letzten Augustwochenende beim bundesweiten Beginentreffen wird dies deutlich: mit großem Interesse verfolgen die Teilnehmerinnen die Berichte aus all den vielen großen und kleinen Gemeinschaften. Zudem gibt es jedes Mal ein spannendes Thema. Und es geht nie um reine Theorie, sondern immer um den Schritt vom Denken zum Fühlen und Handeln.

Wir sind Mitfrauen im Dachverband der Beginen.

Mehr Infos: www.dachverband-der-beginen.de

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Historische Beginen

Als eigenständige Parallelbewegung zu den Frauenklöstern entstanden ab dem 13. Jahrhundert - in einer tiefgreifenden gesellschaftlichen und religiösen Umbruchszeit - die von Frauen gegründeten und verwalteten Beginenhäuser, vor allem in den Städten.  Allein in Köln gab es um 1350 mehr als 1000 Beginen, die in ca. 100 Konventen lebten. In Niedersachsen gab es nach Braunschweig in Osnabrück die meisten Beginenhäuser.... aber auch in kleinen Städten wie Haselünne gab es Beginen.
Beginen waren im Textilhandwerk tätig sowie in der Armen- und Krankenpflege und schulischen Bildung von Mädchen. Im Unterschied zu den Klosterfrauen gaben sie sich selbst Regeln für die Aufnahme und das Zusammenleben. Für das religiöse Leben fanden sie Unterstützung bei den neu entstandenen Orden der Franziskaner und Dominikaner. Teilweise lebten sie auch allein oder zogen von Stadt zu Stadt.
Ihre relative Selbstständigkeit brachte sie immer wieder in das Spannungsfeld verschiedener rivalisierender Mächte und Gruppen. Den Zünften waren sie unwillommene Konkurrentinnen und der Institution Kirche waren sie suspekt bis gefährlich. 1311 wurden sie durch das Konzil von Viennes verboten. Kurze Zeit später wurden "Rechtgläubige" erneut geschützt. Häufig sahen sie sich gezwungen, sich einem Armutsorden anzuschließen oder lösten sich auf.
Ende letzten Jahrhunderts war die Beginenbewegung so gut wie vergessen - (nur) in Flandern und den Niederlanden sind einige historische Beginenhöfe als Weltkulturerbe bis heute erhalten. Inzwischen wird das Erbe an vielen Orten wiederentdeckt...

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Kloster Malgarten


liegt idyllisch an der Hase nordöstlich von Bramsche im Osnabrücker Land.
Das ehemalige Benediktinerinnenkloster (1194-1803) ist seit 1987 in Privatbesitz und wird seitdem vielfältig für Kunst und Kultur genutzt. In der liebevoll restaurierten Klosteranlage finden sich im "Seminar- und Gästehaus Kloster Malgarten" Räume für Seminare, Ausstellungen und Konzerte sowie für private Übernachtungen. Die Katholische Kirche ist tagsüber geöffnet.
Auf dem weitläufigen Gelände gibt es zahlreiche alte Bäumen und viel  Wasser. Die abwechslungsreiche Umgebung zwischen Wiehengbirge/Teutoburger Wald, weitläufigen Moorflächen bis zum Dümmer See und eiszeitlicher Moränenlandschaft mit zahlreichen Megalithanlagen lädt zum Erholen und Erkunden ein. Und nach Bramsche (mit Bahnhof) sind es 7 km und bis ins schöne Zentrum von Osnabrück sind es nur 25 km.

Mehr Infos: www.forum-kloster-malgarten.de
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beginen in malgarten
naturverbunden - feministisch - spirituell

Kontakt:
Barbara Brosch
Kloster Malgarten, Am Kloster 2, 49565 Bramsche
Tel: 05461 - 996 997
barbara.brosch@freenet.de