Beginen in Malgarten

Frauengemeinschaft "beginen in malgarten"
naturverbunden - feministisch - spirituell
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Mit unseren Veranstaltungen fördern wir die spirituelle Kultur in Frauenkreisen.

Konkret werden wir in 2019 vier Jahreskreisfeste feiern:

17.02. Imbolc – Lichtmess

05.05. Bealtaine – Walpurgis

11.08. Lughnasadh – Kräuterweih

03.11. Samhain – Dunkelheitsfest

Jedes Ritual wird von anderen Frauen unserer Gruppe vorbereitet. Wir sind offen für interessierte Frauen. Bitte melden bei Claudia Lohrmann, clalohr@web.de oder bei Barbara Brosch 05461 -996 997 (AB)

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Ein ehemaliges Benediktinerinnenkloster wie Malgarten bietet sich geradezu an für beginisches Leben und Wirken .....

Wir - Barbara Brosch und Claudia Lohrmann - wohnen seit 2007 bzw. 2009 in zwei Mietwohnungen mit gemeinsamer Küche in einem Nebengebäude der Klosteranlage und betreuen einen Teil des Geländes, das "Beginenland". Hier sind ein kleiner Gemüsegarten, eine TanzSpirale und eine Feuerstelle entstanden .... Seit Mai 2012 haben wir noch ein Stück Acker in Pflege genommen, den "gemalten Garten"!

Wir schätzen einfaches Leben, Stille, Langsamkeit, Singen und Tanzen, draußen (unterwegs) sein sowie das Philosophieren über "Göttin und die Welt". Wir beginnen den Tag mit einer Kreistanzmeditation und feiern die Jahreskreisfeste. Wir unterstützen einander im Alltag und sind für Frauenanliegen und in Frauennetzwerken tätig.

Wir freuen uns, dass es eine Reihe von Frauen gibt, die nicht in Malgarten wohnen, sich aber als Teil oder als Unterstützerin unserer Gemeinschaft verstehen.

Unser Symbol sind die Äpfel. Diese einheimischen Früchte stehen für das Leben im Einklang mit den Jahreszeiten. Sie sind die Früchte des Sommers und begleiten uns durch das Winterhalbjahr. Wir haben dieses Symbol u.a. deshalb gewählt, weil unser Zusammenleben von Verschiedenheit getragen ist. Jeder Apfel ist die Frucht eines wertvollen Frauenlebens. Wir legen unserer Früchte in einen gemeinsamen Korb, damit sie uns gut nähren, körperlich und seelisch.

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Moderne Beginen

eine Aufbruchsbewegung mit historischen Wurzeln

Seit 2001 wurden in Deutschland dreizehn neuzeitliche Beginenhöfe und Beginenhäuser gegründet. Dort leben ca. 300 Frauen allen Alters, teils mit ihren Kindern.

Meist wurde neu gebaut (mithilfe eines Investors oder einer Baugenossenschaft), aber auch alte Gebäude umgenutzt. In finanzieller Eigenregie entstanden Projekte von Beginenstiftungen und der Kölner Frauenbau-genossenschaft. Neue Initiativen sammeln interessierte Frauen, diskutieren und planen miteinander. Einige Gruppen organisieren öffentliche Angebote oder stellen gemeinschaftlich gelebte Spiritualität in den Vordergrund. Auch als Einzelbegine engagieren sich viele Frauen.

In Anknüpfung an verschiedene Aspekte der historischen Beginenkultur schaffen sich Frauen heute neue eigene Lebensformen, u.a. als Teil der Wohnprojekte-Bewegung, die eine Alternative sucht zu Individualisierung und Vereinsamung, vor allem in der dritten Lebensphase.

Die Wurzeln liegen aber nicht zuletzt in den Erkenntnissen und Erfahrungen der verschiedenen Strömungen der Neuen Frauenbewegung seit Beginn der 70er Jahre.

Der Dachverband der Beginen e.V. ermöglicht eine Vernetzung und bietet jährlich eine Studienreise zu den historischen und neuen Beginenorten an. Am letzten Augustwochenende beim BBT - Bundesweites Beginentreffen - wird deutlich: die neuzeitliche Beginenbewegung ist bunt und lebendig, im inneren und äußeren Wachstum begriffen! Mit großem Interesse verfolgen die Teilnehmerinnen die Berichte aus all den vielen großen und kleinen Gemeinschaften. Zudem gibt es jedes Mal ein spannendes Thema, aber auch Trommeln, Singen und Kreistänze und den beliebten Beginenball mit kulturellen Einlagen.

Und es geht nie um reine Theorie, sondern immer um den Schritt vom Denken zum Fühlen und Handeln.

Die Spirale als Symbol verbindet unsere Projekte

Mehr Infos: www.dachverband-der-beginen.de

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Historische Beginen

Als eigenständige Parallelbewegung zu den meist adligen Frauenklöstern entstanden ab dem 13. Jahr-hundert - in einer tiefgreifenden gesellschaftlichen und religiösen Umbruchszeit - in den mittelalterlichen Städten die von Frauen verwalteten und oft auch selbst gestifteten Beginenhäuser und Beginenhöfe. Allein in Köln gab es um 1350 mehr als 1000 Beginen, die in ca. 100 Konventen lebten. In Niedersachsen gab es nach Braunschweig in Osnabrück die meisten Beginen-häuser..., aber auch in kleinen Städten wie Haselünne gab es ein Beginenhaus.

Beginen waren im Textilhandwerk tätig, der Armen- und Krankenpflege, der Sterbebegleitung sowie der Mädchenbildung. Im Unterschied zu den Klosterfrauen lebten sie nicht in Klausur und legten kein Gelübde ab. Die Beginen gaben sich selbst Regeln für die Aufnahme und das Zusammenleben. Teilweise lebten sie auch allein oder zogen von Stadt zu Stadt. Für das religiöse Leben fanden sie Unterstützung bei den neu entstandenen Orden der Franziskaner und Dominikaner.

Ihre relative Selbständigkeit brachte die Beginen immer wieder in das Spannungsfeld verschiedener rivalisierender Mächte und Gruppen. Den Zünften waren sie unwillkommene Konkurrentinnen und der Institution Kirche waren sie suspekt. Bekannte Beginen sind u.a. Mechthild von Magdeburg (1208 - 1294) und Marguerite Porete, die 1310 als Ketzerin verbrannt wurde. 1311 wurde Beginen durch das Konzil von Viennes verboten, kurz darauf wurden „Rechtgläubige“ erneut geschützt. Viele schlossen sich daraufhin einem Orden, andere blieben eigenständig. Seit der Reformation wandelten sich einige Beginenhäuser in städtische Einrichtungen für arme Frauen um.

Vereinzelt lebten Frauen bis ins 21. Jahrhundert als Beginen, so in Kortrijk / Belgien.

Mitte letzten Jahrhunderts waren die Beginen fast vergessen - doch in Flandern und in den Niederlanden sind einige Beginenhöfe erhalten geblieben. Dreizehn dieser beeindruckenden Anlagen sind heute Bestandteil des Unesco-Kulturerbes.

Inzwischen wird das Erbe an vielen Orten - nicht nur in Deutschland - wiederentdeckt ... und neu belebt!

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Kloster Malgarten

im Osnabrücker Land

liegt idyllisch an der Hase nordöstlich von Bramsche.

Das ehemalige Benediktinerinnenkloster (1194 - 1803) ist seit 1986 in Privatbesitz und wird seitdem vielfältig für Kunst und Kultur, Wohnen und Arbeiten genutzt. Die Kirche wurde nach der Klosterauflösung Katholische Pfarrkirche mit Friedhof.

Auf dem großzügigen Gelände mit viel Wasser und zahlreichen alten Bäumen gibt es in der ökologisch restaurierten Klosteranlage u.a. Ateliers und Werkstätten, ein italienisches Restaurant und das "Seminar- und Gästehaus Kloster Malgarten" mit Räumen für Seminare und Feiern und Zimmern auch für Gruppen aller Art und Einzelgäste.

Die abwechslungsreiche Umgebung zwischen Teutoburger Wald, weitläufigen Moorflächen und eiszeitlicher Endmoränenlandschaft lädt zum Erkunden zu Fuß oder mit dem Fahrrad ein.

Osnabrück ist nur 20 km entfernt und bis in die schöne Kleinstadt Bramsche mit Bahnhof sind es 7 km.

Mehr Infos: www.forum-kloster-malgarten.de
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beginen in malgarten
naturverbunden - feministisch - spirituell

Kontakt:
Barbara Brosch
Kloster Malgarten, Am Kloster 2, 49565 Bramsche
Tel: 05461 - 996 997
barbara.brosch@freenet.de